Der Düsseldorfer Geschichtsverein ehrt verdiente Mitglieder mit der Lacomblet-Plakette. Diese Auszeichnung stiftete der Lacomblet PlaketteDüsseldorfer Geschichtsverein 1947 auf Antrag seines damaligen Vorsitzenden, Staatsarchivrat Dr. Bernhard Vollmer, „zur Ehrung verdienter Mitglieder, entsprechend der von der Akademie der Wissenschaften verliehenen Leibniz-Medaille”. Sie soll für, wie es damals hieß, „hohe Verdienste um die Förderung geschichtlichen Denkens am Niederrhein in besonderen Fällen verliehen werden”.

Sie wurde gestaltet von den Künstlern Carl Moritz Schreiner aus Düsseldorf und Margarete Krauskopf-Gemmert aus Ratingen.

Die Auszeichnung trägt den Namen des ersten Leiters des preußischen Provinzialarchivs in Düsseldorf, des heutigen Hauptstaatsarchivs, Theodor Joseph Lacomblet, der durch sein Wirken die Stadt Düsseldorf zum geistigen Quellenzentrum der gesamten nördlichen Rheinprovinz gemacht und das bis heute maßgebliche „Urkundenbuch zur Geschichte des Niederrheins” veröffentlicht hatte.
1947 ist die Auszeichnung erstmals und bis heute insgesamt nur vierzehnmal verliehen worden

Liste der Preisträger:

  • Rektor i.R. Georg Spickhoff (Düsseldorf) 1947
  • Plakettenübergabe 27.02.1949
  • Dr. Julius Heyderhoff (Düsseldorf) 24.03.1949
  • Heraldiker Wolfgang Pagenstecher (Düsseldorf) 03.03.1950
  • Oberstudiendirektor i.R. Dr. Hans Mosler (Düsseldorf) 05.04.1959
  • Prof. Dr. Paul Wentzcke (Frankfurt / Main) 04.09.1959
  • Reg.-Vizepräsident a.D. Dr. Edmund Strutz (Wermelskirchen) 12.07.1963
  • Beigeordneter Heinrich Strangmeier (Hilden) 09.01.1964
  • Staatsarchivdirektor Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Oediger (Düsseldorf) 09.05.1967
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Max Braubach (Bonn) 10.04.1969
  • Landeskonservator a.D. Prof. Dr. Walter Bader (Xanten) 15.09.1976
  • Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Hugo Weidenhaupt (Düsseldorf) 26.10.1980
  • Leitender Stadtarchivdirektor a.D. Dr. Günter von Roden (Duisburg) 26.10.1980
  • Ltd. Ministerialrat a.D. Prof. Dr. Helmut Dahm (Düsseldorf) 30.8.1983
  • Staatsarchivdirektorin a.D. Dr. Gisela Vollmer (Düsseldorf) 03.03.1993
  • Prof. Dr. Klaus Müller (Düsseldorf) am 13.05.2005

Im Jubiläumsjahr hat der Düsseldorfer Geschichtsverein beschlossen, mit dieser die Auszeichnung Prof. Dr. Klaus Müller zu ehren.

Prof. Müller, 1936 in Siegen geboren, studierte in Bonn und Hull (England), wurde von dem auch dem Düsseldorfer Geschichtsverein sehr gewogenen Bonner Historiker Max Braubach (1923-1974) – gleichfalls Träger der Lacomblet Plakette – 1962 promoviert. Nach Studienaufenthalten in Wien habilitierte sich Dr. Müller 1970 in Bonn und wurde bereits ein Jahr später als einer der ersten Professoren des Historischen Seminars an die Universität Düsseldorf berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung vor zwei Jahren die Geschichte der frühen Neuzeit lehrte.

Sein Schriftenverzeichnis umfasst fünf Monographien und Quellenbände sowie rund zwanzig umfangreiche Handbuch- und Zeitschriftenbeiträge. Darunter befinden sich viele, die die Geschichte Düsseldorfs und des Niederrheins zum Gegenstand haben. Besondere Beachtung verdient in diesem Zusammenhang der über 300 Seiten starke Beitrag über die Zeit von 1614 bis 1806 in der von Hugo Weidenhaupt herausgegebenen großen Düsseldorfer Stadtgeschichte.

Zur Zeit arbeitet Prof. Müller an Band 8 – „Köln von der französischen zur preußischen Zeit. 1794-1815” – der Kölner Stadtgeschichte.